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Von Neuanfängen und Leidenschaften Teil 2

"Wie machst du das mit den Kindern?" - diese Frage wurde mir in letzter Zeit oft gestellt. "Ein Hauptjob mit 35 Stunden, der Pirschkäfer und noch 2 Kinder - das ist aber schon viel!". Meine Gegenfrage darauf ist ganz einfach: "Würdet ihr bei einem Mann auch so reagieren?" Stille... Würde natürlich niemand tun ;-) Warum soll ich als Frau meine Leidenschaft nicht ausleben? Ich arbeite gerne, lebe das meinen Kindern auch vor und

finde das gut so. Wäre doch schlimm wenn wir alle tagtäglich mies gelaunt das Haus verlassen weil wir weder Job noch Schule so recht mögen.

Persönlich habe ich mein Plätzchen in einer Branche gefunden die vielseitiger nicht sein könnte.

Von klein an war ich in Kontakt mit den Gästen in der Pension meiner Großeltern. Es war herrlich bekannte Gesichter von Jahr zu Jahr zu begrüßen, neue Leute kennenzulernen und abends in der Laube mit Hauswein (für mich halt eher Traubensaft) zusammenzusitzen. Sogar beim Zimmer putzen hab ich gerne geholfen. Bewaffnet mit dem Putzkübel war das die Ferienbeschäftigung meiner Tante und mir. Der Weg in den Tourismus war für mich quasi vorgezeichnet.

"Essn und trinka miassn die Leit' imma" wurde mir immer erklärt. Ein Spruch der sich definitiv eingebrannt hat. Meine Schulzeit in der Tourismusschule war geprägt von vielen Wochenendeinsätzen in den tollsten Betrieben. Dazu noch Praktika im Haubenlokal, im 4-Sterne Hotel auf Kreta und in der Vinothek welche mich fürs Leben lernen ließen. Die Gäste und Kunden standen für mich dabei immer im Mittelpunkt.

Umso schöner nun, dass ich den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt habe und zwei meiner Leidenschaften miteinander verknüpfen kann: Gutes Essen und Leuten schöne Erlebnisse & Momente zu bereiten.

Somit ist die Arbeit für den Pirschkäfer eigentlich keine Arbeit. Die Homepage wird abends im Bett gebaut, E-Mails nachmittags auf der Couch geschrieben und beantwortet, das Schreiben meiner Artikel geht mir ebenso leicht von der Hand. Naturgemäß bin ich am Wochenende mit meiner Familie viel auf Märkten und Veranstaltungen unterwegs und dort, manchmal auch zum Leidwesen meines Mannes, viel am plaudern, netzwerken & probieren. Auf meiner "Pirsch" freue ich mich dann so wie damals über bekannte und auch neue Gesichter.




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